Building the future – die digitale Markenführung der Zukunft

August 4th, 2010  |  Published in Expo

Targeting ist ein maßgeblicher Wachstumstreiber der Online-Branche. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt der Berliner Targeting-Dienstleister nugg.ad, der durch die kontinuierliche Entwicklung hochwertiger Lösungen für den Online-Markt zur führenden Targeting-Plattform Europas avancierte. Im Interview beleuchten nugg.ad CEO Stephan Noller und Vorstand Karim H. Attia die Zukunft des Online-Marketings.

Herr Noller, auf dem Predictive Behavioral Targeting Blog schildern Sie, dass Targeting schon auf der OMD 2008 DAS Thema war. Was hat sich seitdem getan?

Stephan Noller: „Der Anteil der Targeting-Kampagnen ist drastisch gestiegen. Allein bei nugg.ad hat er sich im Jahresverlauf 2009 verdreifacht und ist für einige unserer Kunden jetzt schon der Hauptwachstumstreiber in ihrem Portfolio. Platz nach oben ist allerdings nach wie vor vorhanden. Nach fachlichen Anforderungen müssten 30 bis 50 Prozent aller Kampagnen mit Targeting ausgesteuert werden.“

Der Gewinn, der durch Targeting im Performancebereich erzielt wird ist unbestritten. Verfolgt man nugg.ad in den Medien scheinen Sie inzwischen jedoch zu ganz anderen Ufern aufzubrechen. Was ist die Zukunft von Targeting?

Stephan Noller: „Wir haben schon immer den Standpunkt vertreten, dass Targeting für Premium-Kampagnen im Branding Bereich eine große Rolle spielt. Wir gehen davon aus, dass dieses Segment auch unabhängig vom Targeting stark wachsen wird. Branding Kampagnen kommen zurück und werden Treiber für den Online-Markt. Lösungen dafür zu schaffen ist äußerst spannend, denn man muss Steuerungsmöglichkeiten liefern, die es im Performancebereich nicht gibt. Inspiriert durch den Input von Karim haben wir dazu in den vergangenen Monaten ein spannendes Set von Tools auf die Straße gebracht.“

Wie wird sich das auf den Markt und die Preisgestaltung für Online-Kampagnen auswirken?

Karim H. Attia: „Wir kommen hier zu einer völlig neuen Herangehensweise an Media, nämlich Zielgruppenmanagement. Eine direkt nutzbare digitale Zielgruppe wird als völlig neues Gut kreiert und das ohne die bisher mehrfach nötigen Mappingprozesse auf einzelne, fragmentierte Umfelder. Das Schöne bei diesem neuen Gut ist, dass es nur für den Online-Bereich neu ist. In den klassischen Medien gibt es das schon lange und wir gehen folglich davon aus, dass sich auch die Preisstruktur an die klassischen Medien anlehnt. Natürlich muss dabei zusätzlich berücksichtigt werden, dass das Gut `Zielgruppe Online´ durch den Aspekt der Interaktivität noch viel mehr Möglichkeiten mit sich bringt.“

Wie muss sich ein Targeting-Unternehmen positionieren, um optimal an den Bedürfnissen des Marktes anzudocken?

Karim H. Attia: „Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen ist, dass für alle Anbieter am Markt die Möglichkeit geschaffen wird, die Zielgruppe in einer ausreichenden Reichweite erschließen zu können. Dazu ist es extrem wichtig, einen Standard am Markt zu schaffen. Die Zielgruppenmodelle müssen absolut hochwertig sein, so dass sie von den Marktforschungsabteilungen der Werbetreibenden als relevant und verlässlich anerkannt werden.“

Stephan Noller: „Mit der Open Targeting Platform haben wir genau für diesen Bereich ein klares Statement abgeliefert und positionieren uns als Enabler, der hilft Targeting besser und effizienter zu organisieren, ohne dabei die Wertschöpfungskette neu zu definieren. Alle, die relevante Daten haben, können und sollen etwas beitragen. Wir lehnen uns dabei an das FOMA Manifest an, dass auch diese gewisse Offenheit am Markt predigt. Es geht darum die Grenzen von Portfolios einzelner Publisher zu überschreiten und den Agenturen als Reichweite anzubieten, ohne dass der Vermarkter dabei die Kontrolle verliert.“

Was für Anforderungen müssen in Zukunft erfüllt werden?

Stephan Noller: „Das Wachstum des Targeting muss von allen Beteiligten soweit begleitet werden, dass es spannend bleibt. Was den Datenschutz anbelangt wird man, so wie wir es bei nugg.ad vom ersten Tag an gemacht haben, Targeting vollständig kompatibel und konform gestalten müssen. Idealerweise so, dass User sich komplett wohl damit fühlen können und stets über die nötige Transparenz verfügen.“

Karim H. Attia: „Wir sollten uns bewusst sein, dass alles was wir gerade tun, ein Prototyp von dem ist, was in Zukunft an digitalem Marketing auf uns zu kommt. Das, was wir jetzt hier richtig machen, wird uns gewaltige Effizienzvorteile in diversen digitalen Bereichen verschaffen. Daran müssen wir gemeinschaftlich arbeiten!“

Die nugg.ad AG finden Sie auf der dmexco am Stand G-061.


Stephan Noller, CEO nugg.ad und Chairman des Policy Committee IAB Europe


Karim H. Attia, Vorstand, CBDO nugg.ad und FOMA Sprecher

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